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ZWEI

 

Mangelnde Optionen

 

Hier geht’s nicht um Beirut, el Salvador, Nicaragua,

Worte automatisch respektiert,

egal. was dem Redner einfällt.

 

Daher werde ich Afghanistan, Polen oder Kambodscha nicht erwähnen, nicht mal meinen Lieblingschinesen, aus reiner Angst vor einem Vietconggesicht, das plötzlich hinter gebratenem Reis hervorblickt, oder vor anderen schiffbrüchigen Mandelaugen, die auf dem Teebeutel in deiner Tasse zur Landung ansetzen.

 

Ich kann nicht mal Mississippi sagen, weil das vielleicht daran erinnert: Dort wurde Medgar Evers ermordet.

 

 

An Alabama mag ich auch nicht denken, es sei denn, ich stelle mir die Osterkleidchen derart hässlich vor, dass man mit Bomben nach ihnen warf, egal ob Mädchen darin steckten.

 

 

Und Atlanta bringt nur noch mehr Leichen, manche schafftens nicht einmal zur Pubertät, hatten nie Sex, nicht einmal davon gehört, dachten, ihre Kinder stammten von gespaltenen Kohlköpfen auf Mutters Küchentisch, gerade so wie ihre eigenen gespaltenen Köpfe in Gärten und im Kehricht faulen, bestätigend, es gibt keine würdigen Begräbnisse.

 

Solche Massaker, solche Mörder geben mir den Eindruck, die falschen Babies wurden abgetrieben – der tiefste Liebestrieb sei Schuld (( Niemand überrascht, nicht mal Marvin Gaye Sr., der Marvin Gaye, Jr. getötet in Los Angeles, Stadt der Gnade, Stadt der Engel.

 

 

 

Ich habe keine Wahl. Muss nach Hause zum Evergreen Friedhof in Cleveland, meinem Vater, Rebecca Robinson, Schwester Winchell, die ihren Gatten umgebracht; Cordia Jackson, die Tochter meines Pastors, ermordet in den Slums, Laugenbasen Gel im Haar, im Bad noch andre Chemikalien, zum Begräbnis kam die Frau, mit der ihr Vater etwas hatte, auch mit dabei, ein weiterer Pastor, Vater des jungen Mannes, meine einzige Versuchung während einer Ehe, die härter als Versuchung, ungeachtet eines pechschwarzen Mädchens importiert von Jamaica, die mein Mann für eine Weile exotischer als mein eigener Mix von Nigger und Rothaut fand; aber nun zurück zu Mutter’s Bilderrahmen, verklebt die Stelle, durch die die Kugel drang, diesmal war’s nicht der Kopf von Kennedy.

 

 

 

Und jetzt in Texas, The Lone Star State,

 

doch Einsamkeit ist unerträglich; mein Stern ein Sternchen auf der Liste, die Minderheit betonend, mein Stern im Zeichen Pisces, Fisch, Symbol der Christen, den Löwen vorgeworfen, Symbol gesunder Nahrung. Ich will ein langes Leben, ein ewiges Leben, ich will zur Kommunion, das Blut trinken, vom geschundenen Körper essen, doch so dünne Kost verträgt sich nicht mit meinem Magen, geht auf wie Jesus.

 

 

Wär dies möglich in Miami, oder gibt’s dort zu viele Fremde, etwa Haitianer? Alle sagen gern Haiti, denn dadurch wird es uns vertraut.

 

 

Und geht’s hier um die rechte Heimat,

dann ist wohl täglich Cleveland angesagt,

dort gibt’s mehr Nachrichten als Zahnstocher.

Manchmal will ich Reportern statt Antworten auf schlecht durchdachte, blöde Fragen, einen meiner Gedanken geben. Doch solche geben sie dann vielleicht nie zurück.

 

Und ich denke nur an mich, ich will alles, was mir gehört behalten,  das Auktionspodest, den Federschmuck, Mr. T’s Kettenschmuck, das Recht, Politiker abzuwählen, Asche verbrannter Kreuze zu verteilen wie üble Gerüchte, der Scharzmarkt (denn weisse Märkte verkaufen kein mokkafarbenes Makeup ausser im Sommer, wenn die Weissen braunere Haut wollen als sie sich vor schwarzer Haut hüten).

 

Wo kann ich erwähnen, dass Big Dan lieber Daniel Boone’s Beitrag an die Gesellschaft diskutieren möchte als eine Massenvergewaltigung in New Bedford?

 

Wo kann ich hin, ohne hier zum Friedhof zurückzukehren, mein Vater, Rebecca Robinson, Schwester Winchell, die ihren Gatten umgebracht, Cordia Jackson, die Tochter meines Pastors, ermordet in den Slums, in denen auch ich aufgewachsen wäre, hätte ich kein Glück gehabt.

 

 

 

 

 

 

 

Damals die Timex

 

Plötzlich, mitten in einem Streit, eine steile Klippe

im Südpazifik; ein Taucher mit Uhr im

Lendenschurz, stürzt hinab, taucht wieder hoch und hält

die Timex gegen Kamera und Mikrophon,

und dann John Swayze’s Stimme:

Timex, it takes a licking and keeps on ticking!

 

In der vierten Klasse garten Prügel überall, wo es kochte. Dennis missbraucht die Freundin seiner Schwester, wohlgemerkt auf deren Wunsch, meine Puppe schloss ich weg. Olivia sprang am selben Tage

aus dem Fenster, als ich sah, wie ein Bub getötet wurde, fünfzig Meter vom Spital entfernt, sein Kaugummi:

ein rosa Loch im Asfalt. Was täten wir, frag ich den Polizisten,

ohne seine Dauersüsse auf der Zunge?

Zur Seite geschoben in die Stille,

zieh ich durch Glenville wie ein Geist.

 

Es ergab keinen Sinn, als Tomasina’s Mutter sie mit einem Pfirsichzweig die Durkee Avenue rauf und runterjagte.

Sie hatte es doch nur der Mutter gleich getan, hatte mit einem Mann geschlafen, dem Mann einer anderen. Tomasina kriegte Prügel und ihre Mutter damals Tomasina. Und jawohl, sie tickte munter weiter; das Kreuz um ihren Hals, es pendelt hin und her wie ein Metronom.

 

Und dann Blondell, die stahl mein Sparschwein voller Silberdollars, geschenkt von Oma und von Omas Mutter. Blondell nahm mir die Unschuld, obwohl ihr das in ihrer Gang, die 40 Wagen gestohlen und ausgenommen hatte, nichts nützte. Sie kannte keine andere Wissenschaft. Ihr Kaugummi zerplatzte, und sie tickte wie eine Bombe.

 

Louises Herz der Navaho tickt zu vernehmlich,

ich war so still, sie konnte mich nicht hören über all die Dinge hinaus, die jemand für mich sagen sollte. Sie kehrte heim nach Pinon, Arizona, in Einzelteilen, alles unterschrieben von den Spezialisten, die sie mit Messern, Flaschen und Spitzen von gespaltenen Zungen, so nannte sie mein Schweigen, malträtitierten. Für die Antwort hatte ich gebetet. Zwischen uns tickt gar nichts.

 

 

Die Prügel halten an. Nirgends auf der Welt sind sie vorbei.

Was sagt sich leichter als die Sonne, die im Blutbad untergeht?

Alle Herzen bluten, halten uns auf diese Art am leben.

Ach dies Ticken, Ticken…

Manchmal ist es nur die alte Lady Smodale mit den Blumen,

weder an Sorten noch an Rassen denkend, zu denken, bloss ihr Frühlingsputz, im Geiste Platz für Blumen schaffend.

Schwere Jungs ziehen vorbei nach einem Aufstand, erzählen ihr, die Nachbarschaft sei auch ein Ghetto mit Zonen zum Blumen zertreten, entwurzeln, und Versuchen, zu rauchen.

Die Afros erinnern sie an Stacheldraht. Sie versteht mehr von Ghettos als die es je werden. Osterglocken beliebtes Ziel der Stifte. Manchmal bedeutet ticken, bei Miss Samodale auf die Knie zu fallen, ein tsch, tsch, tsch dringt aus ihr hervor, von weit weg in Tschechoslowakien. Vor der Timex gibt es nirgends Freiheit, vor der  Exaktheit ihres Stands.

 

 

 

 

 

 

An die, die nicht sparen beim Kartoffelschälen

 

1.

 

Blondell zerschnitt Bridgett’s Gesicht mit meinen Nägeln.

Auf den Bildern meiner Party mit fünf Kerzen wirkt sie ganz cherubisch: Haut leicht blau, hellere Räuschchen und eine

etwas blaue Rose am längs der Taille fallenden Kleid,

sie war die Tochter des Vermieters,

dreizehn und besonders nützlich;

sie war mein Babysitter.

Oft für bloss drei kleine Burger;

gottgesandt wie all die Plagen.

 

Schliess ich die Augen, so seh ich sie vor mir, im Angebot: ein Messer oder ihren kleinen Bruder.

 

Die Nacht bevor die Bridgett wieder nach Milwaukee zog, hatt Blondell sie im Keller eingesperrt, gefesselt, die Wahl: Knutschen oder heisses Bügeleisen.

 

Geblieben ist mir ihre Höflichkeit, Blondell‘s Dankeschön, sobald der Bruder Hosen hoch und weinte.

 

 

Mit dreiunddreissig Jahren

ging Gottes Sohn ans Werk fürs Königreich.

Skorpion versengte seine Füsse,

durchschritt Wüste voller Illusion,

dem Tod entgegen wie verlornem Bruder.

Und immer kniete er auf seinem Schatten.

 

Inzwischen bin ich dreiunddreissig

und manchmal hab ich kein Gefühl im rechten Bein,

Dumpfheit droht meinem Gefühl,

Taubheit: das Beste an der Heirat,

zuerst ein Biss in einen Stichling und

auf meine Unterlippe, bis das Blut spritzte,

und ich bei rot anhielt, wie ich das immer tu.

Die Kellnerin tats nicht, das blutig Geld

behielt sie ein.

 

Roter Teppich, blutig Zunge.

Jesus heiratete nie.

Zungenküsse mag ich nicht.

 

3.

Mein erster Sohn heisst Dennis,

gleich wie mein schwerer Schwager,

wie Blondell’s Bruder.

Dritter in der Anti-Trinitas.

Schwarz ist er und wird drum denken,

er habe es verdient.

 

4.

 

Frau Arnstein weiss nicht, dass ich

sie hörte mitten in der Nacht.

Ihr Weinen nistet sich in meinen Kopf,

die Finger in den Ohren.

Gemeinsam schauten wir den Rauch

über dem Hafen: „Das ist er,“ sagte sie.

 

Die Arierin auf der Blue Bonnet Schachtel, Frau Arnstein hielt ihr die Stange. Sie ist von Margarine so begeistert wie ich vom Waffenstillstand.

 

 

Skyline steigender Artigkeit

bewahrt Blondell wie Heiligtümer.

Ihre Legende ist die des

Steins am Fusse eines Strands,

täglich gewaschen,

glänzt wie von heilig Öl,

wenn Wasser weicht

wie einst das Rote Meer

wie die Flut,

erscheinen die erwachenden Skelette

 

Medusa die sie war, betrachtete Blondell sich selten,

und wusste ganz genau weshalb. Versteinert ist sie wohl,

nachdem der Mirakulöse sie besuchte.

Gesegneter Stein, heiliger Stein, finales Gebet.

Ich häng den Glauben gern an solche Dinge.

Schau mal, eines werf ich

und schon schreitet Blondell auf dem Wasser,

Bevor sie kurz darauf ersäuft.

 

 

6.

 

Das alles soll bezeugen:

Wir sind kein Land ohne Gott.

Die, die Kartoffeln nicht sparsam schälen,

sind nicht verdammt. Schau dich um.

Die Prügelfrauen lieben weiter,

weil Jesus auch am Kreuze hängen blieb.

Der Rhythmus der Hiebe dem Hall der Glocken gleich.

Manche Ehen folgen monastischen Stillen. Ein Presslufthammer ruft zum Pfingstgebet. Harte Heilige wie Blondell prügeln uns zur Unterwerfung, zu Lehm, den Gott verwendet, um uns neu zu formen.

Die Art der Rettung ist nicht wichtig.

Lasst uns empfangen der Knarre Sakrament, Kugeln aus fossilen, zweitausend Jahre alten Körperteilen, gefolgt vom Segen der Sirene.

 

 

 

 

 

 

 

 

Annäherung an Venusfliegenfalle während ungarischem Film: Ein Untertitel

 

I vermute, der Hunger der Pflanze

überschreite botanische Limiten.

Davon sollte ich lernen, einfach mit Lebenshunger

zu erwachen, weiss oder männlich, ungarisches Gerede, das

durch den Fernseher in den Raum gelangt, sprechen

(kommt rein wie sonst gar nichts). Mit Untertiteln,

die mich an meinen Ohren zweifeln lassen,

die meine eigenen Interpretationen entmutigen,

Wahrheitsmöglichkeiten vernichten.

 

Hunger, der den Zyklus adoleszenten Drangs nach Anerkennung überschreitet, bezwingt Märtyrer, Hungersnot, wenn Heilige zu fehlen scheinen. Venus-Fliegenfalle ist naiv.

Künstlicher Name. Ein Hinguckerr auf dem Jahrmarkt, Fliegen und Aasfresser feilbietend. Abwehrmittel eingerieben.

Der Trick: Falzblätter mit Rändern wie

eindeutig falsche Augenlider, klimpern entlang

Insektenrümpfen, die Pflanze an der Arbeit,

überlebend; wie steht‘s denn

um den Schuss Stickstoff, den

die Wurzeln zu Hause schlürfen würden,

wenn die Pflanze in einem dieser verwöhnten Quartiere stünde, öffentliche Zurschaustellung von etwas Verdächtigem wie Vergnügen. Vielleicht weiss es keiner von uns.

Denn wir warten auf die Blüte:

Wir ziehen Pubertäten vor.

Wir schneiden sie dann ab.

 

Ich glaube die Jungs, die durch den Film Wagon rennen

der einzigen Frau zu, im schwarzen Strohhut,

der einzige Gegenstand aus schwarzem Stroh,

als ob es sonst kein schwarzes Stroh mehr gäbe auf der Welt,

weshalb alle auf sie zurennen, zumindest bis die Jungs ein einfaches Ziel zum beschiessen finden;

Ich nehme an, die Jungs reden von der fleischfressenden Blume,

wie das Fressen und die Gewalt die Grünheit

ihrer Unschuld nicht tangieren.

Ich nehme an,

Untertitel lügen und sind wohl wichtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mannasüchtige

1.

 

Manna auf der Strasse aufzuspüren.

Ein Junge hilft, wir sind ein Paar:

Mutter/Sohn, Vater/Tochter und Geliebte.

Der Geist ist da, um vieles aufzunehmen,

Wir konntens nicht verifizieren, bloss auf

die frischen Haare meiner Nippel zeigen.

Wachstum muss von innen kommen.

Diese Steine sehen aus wie Puff Ball Cakes,

über die ich Zucker streue an den Festen.

 

 

2.

 

Wir füllen meinen Rock mit Manna

Ich schäme mich, ich sehe nicht besonders aus.

Einmal träumte ich davon,

entblösst vor Hajek’s Bakery zu liegen,

dort auf dem Kopfstein

ausgestreckt bis mich die Polizei

in eine Decke hüllt.

 

Der Bub denkt immer nur an Manna,

verzehrt man das nun roh oder gekocht?

Soll man davon ein wenig aufbewahren,

damit der Vorrat länger reicht?

Ich geb ihm was, er schluckt es nicht in diesen fetten Jahren. Er kann sich nicht erinnern, einst mehr gehabt zu haben, zumindest in den letzten 100 Jahren.

Vergisst, wie lange er gelebt,

wieviel er schon gegessen hatte:

Kann weder hungern noch sterben.

Er wirft das Manna, gibt mir den Rock.

Was Ewiges ist hier am Werk,

Nicht lang erdachter Frieden

sondern Ferne.

 

 

 

3.

 

Wir zeichnen Vögel im Dreck,

starren sie an bis sie fliegen

im Kopf all die Ideen Gottes, zu finden in den Trümmern

von Andreas Sanctus, Händchen haltend bis die Fingernägel brechen; doch waren wir ganz gute Eltern, das sagt er mir,

die Augen hoch zum leeren Himmel, wir liessens laufen.

Er führt mich zum Fischhändlerstand:

Übersetzer, Reiseführer, Ausguck,

Grabinschriftverfasser.

 

Hier glänzte stahl- und steinbesetzter Karpfen

wie neues Geld. Sobald das Eis geschmolzen,

wirst Du kaufen, sobald sie stinken.

Demnach ein guter Preis.

 

Er dreht das Rad am umgekippten Wagen,

dann tönt des Händler’s schnarrend Stimme:

„Liebe zum verkaufen“ kaufen bitte, kaufen!

„zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“

„Verkauft!“

 

 

 

  1. Abschliessende Betrachtung

 

Das Paar, das alles hat,

verlässt den Stand, im Arm

das stinkende Paket, hin und

hergereicht. Von weitem gleichen sie

Strumpfnähten einer Frau mit krummen Beinen.

Nach Sonnenuntergang verblassen sie

in dünnstem Glas,

Leichter als die Spiegelbilder.

An dünnen Kettchen kleine Kruzifixe

fallen durch sie hindurch.

 

 

 

 

 

Spielzeugofen

Er baute ihn am längsten Tag

mit freundlichstem Metall

 

Mit Händen, die auch Teig

auswallten als ob es gelte,  Stirn- und

Wangenknochen der Lebkuchenbabies

zu verleimen, ohne je

eins abzutreiben.

 

Manchmal zuckten sein Finger rosa auf.

Den Horizont, den legte er hin vor seine Frau.

 

Er machte ihn elektrisch.

 

Durch vier runde Platten dringt die Hitze,

wärmt 15 Centimeter Luft..

 

Ein Ei brät mit der Zeit, das Dotter

Eingerührt, untiefer Wirbel

Und das Eiklar wandelt sich in weiss,

verhängt mit einer Latex Pumpe.

 

Noch vier Kreise ziehen Wärme in

den Ofen, der gemütlich Kuchen bäckt,

die Schichten auf den kuhverzierten

Kanistern brauchten einen ganzen Tag,

aufgeschnitten mit dem Messer, mit Mr. Arnsteins Arm

und Hand als Silhouette.

 

Die Glasur kann warten, keine Zeit, am Ziele zu erkühlen;

während Füllung noch ganz warm,

bissen wir in Oberflächen, die wie gestrickt aussahen

und nannten das dann Maschenkuchen.

 

Den handgestrickten Pulli nannt ich Wollenkuchen,

dacht, das würde ich für immer.

 

 

 

 

 

 

Nigger zum ersten

 

Peng! Nigger macht das Licht aus.

Boah! Die Sterne staunen.

 

Beseelt bist du.

Nun willst du endlich tun, wovon du träumtest,

leg Kuchen auf den Plattenteller,

kleb Spachtel an den Tonabnehmer: Glasur schmiert sich von selbst,

Nigger! Du sagst; das sei nun bloss Glasur mit Tränen,

verschmolzen auf dem Cake.

 

Es kam von wunderschönen Lippen,

Spucke dran wie Tau, ein andrer unfehlbarer Morgen.

Von tiefer als dem Rachen,

als obs beim ersten Mal an Rippen hängen blieb.

Es war nicht gross; betupft von jemand, der Parfüm gewohnt.

 

Verehrungen bekam ich mit, Geblöcke

fetter Lämmer unterstrichs.

und Mutters Füsse eingesalbt

mit diesem Worte, im Lavendelzelofan

der Osterkörbe, für die sie Birnen

In die Schokolade tunkte.

 

 

Ein Mann bei einem Fluss

in Überqueren unbewandert,

Bis er in der Strömung braune Wirbel späht,

 

die Schnellen fünfzigmal

Malzschokolade kredenzten.

 

So war er dann nach Haus gegangen,

und Menschenrechte keine übrig,

und Nostalgie liess ihn durchwaten;

Ersaufen könnt er nicht in Wasserfarbe des perfekten Niggers,

sagt er, Baby im Wissen geboren trägt es.

 

 

 

 

 

 

Körperkult

Für Robyn

 

  1. Milz

Hat dicke Adern, will

heissen: reich beschenkt;

aus hoher Warte ist ja

keiner schlau genug, die

Grenzen auszutesten. Keiner ist Gott,

Gott ist nicht Gott.

 

Die Milz auf Magens Herzensseite,

Freundnachbar mit Lymphozyten,

weisse Zellen mit und ohne Farbe,

die immun gegen Entzündung,

resistent gegen Bakterien,

gegen andere Dinge, ausser gegen Euphemismen.

O wundervolle Blutoase,

 

Protzig rote, fetischgleiche Sammlung.

Milz vernichtet ausgediente Erytrhozyten,

und dann zugleich Haushaltzellen, die sich lokaler Schinderei verschrieben haben, Sauerstoff zu schleppen, Hämoglobin, das sie nicht heben können, und so erhält man Schwarze Galle, Melancholie als Nachbarin der Freude.

 

  1. Leber

Mehr Rat hatte M___ nicht,

als sie Äthyl vonnöten war:

 

Halt sie nicht in Deinen Händen, schliesslich könnt sie trunken sein,

nicht in Pflicht, dahinter sich verbergend.

Erhalt das Leberglück, es ist ja bloss ein Fehler,

nur ein Parasit. Denk dran, dass Leber alles tut für Metabole,

alles tut für Bolschwiken, Nazis und die Punks.

 

Selbst wenn sie Dich C2H5OH taufen,

du bleibst am Ende Äthyl,

das unterwegs zur Leber. Zier dich nur,

das schuldest du der Weiblichkeit,

zerstöre was du kannst. Denk dran, das erste Mal,

wenn du dein Haus verlässt,  dann ist das wie die Reise zum System.
Äthyl, du liebes, auf Trab sein ist nicht wichtig.

 

  1. Von Herz zu Herzen
  • Wünsche dir ein Herz und einen schönen Tag.
  • Das Herz hab ich im Mund;

gehört es denn dorthin?

 

  • Wie wärs mit einem neuen Herzen? Hier!

 

  • Geht schon. Ich trag das alte, unverbrauchte
    offen mit mir rum.

 

  • Dann ist dem so? Ich hatte den Verdacht,
    du wollest meines.

 

  • Oh nein; da fehlt mir die Entschlossenheit;
    Du kennst mich doch, weisst Du nicht mehr?
    So glaub mir doch, ich schwöre es von ganzem Herzen.

 

  • So, so. Nun, ich glaub,
    das kam aus Deinem tiefsten Herzen,
    nahe  Leber, Satz und Milz, anstatt dem sahnigen Gehirn.

 

 

Cha-cha Gurke

 

Wenn die Cha-cha Gurke fällt

im selben Stil wie ich versagte,

als das Eishaus nächtelang den guten Teil

des Teufels aus mir wälzt und wälzte;

 

 

Wenn die Cha-cha Gurke fällt

und das Korn noch unters Messer geht

mit blossem Bähen, dann verwittert,

bekümmert Rosen an der Wetterwand

verlieren ihre Stiele,

Liebestrichter, zu ficken was sie fickte;

 

Wenn die Cha-cha Gurke fällt,

um zu verbrennen, was das Essen

runtertanzen wird?

 

Sollte es nicht chow-chow Gurke heissen?

Klar, in der gehobnen Welt,

Nicht die Stadt im blauen Rampenlicht,

so dass sich Läuse besser zeigen.

 

Geplant war eine Reise in die Nostalgie,

war viel zu jung dafür.

Mit dabei der Dank an jenen Teich,

der meinen Vater nicht ertränkte,

üble Schlangen wimmelten dort drin und türmten sich,

so dass er trocken davon kam.

Das einzig Mal, dass er da schwamm.

 

Am Eishaus lichtdurchlässig Türme

dem Elfenbein so fern, egal,

wie vielen Rauch ich brachte,

ihre Farbe blieb sich gleich;

ihr klares Schmelzen, roter Keil,

sie sollten meine Steine bilden,

meine Chance für ein Iglu,

doch konnte ich kein Iglu machen,

oder was auch immer es dann sei.

 

Süden, weisser Bademantel,

Reines Vlies tut hier nichts Gutes.

In jener Nacht der Nächte – Zugang zu

Miss Helen’s Indoor Wanne,

trüb wie Zähne derer, die mich Dallas reimen,

ihn verruchen, wo ich war und was ich hörte,

was auch ich in Dallas weder tun noch sagen würde. Tags darauf

 

erhielt ich meinen ersten BH voller Sorge, die Welt ersetzt mit Vorliebe für Brand. Den gibts in Mason Gläsern voller Cha-cha Gurken, die Eishaus und Gerechtigkeit im Sturm erobern.

 

 

 

Dear Charles

Dein Tornadokuss hat mich in Michigan erreicht, völlig unbedarft. Was fällt Dir ein, als zog ich los im Januar, wenn Kälte Dich umschlingt und Küsse sich verschieben bis zum Frühling? Deine Küsse, wirbelnd Rosen sorgenschwer, Tür aufreissend, Fenster berstend, fressende Gewalt von mir verdrängt. Du hast mich schon verstanden; ich geh nach Michigan, Midwest, Nährboden dieser Pflanzen, Herz der Kamine und der Industrie, Liebesdienst verpuffend, düstere Bouquets, kleine Wolkentrichter, leerres Füllhorn. Ich dachte immer, es seien die Fabriken, die diese Stürme wältzen, damit protzten wie Jungs, die ihre Huffys „Bronco“ tauften. Ich habe nie dem lieben Gott die Schuld gegeben für Tornados; seine Wege ach so unergründlich grad wie der zornig Wille dieses Sturms. Ich geh nach Michigan, tu so, als wollte ich ihn zähmen, in die Ecke drängen, in eine Flasche zwängen, in eine lichtlos dunkle Lavalampe. Kein gesundes Machtverhältnis aber meins und eins, das mich dorthin bringt mit Wortschatz voller Neinen.

 

Vor ein paar Jahren hab ich einen zum ersten Mal verfolgt. Es war, als ob ich nur aus diesem Grunde ostwärts reiste. Du kannst Dir meinen Schock vorstellen, als sich das alles nur als Deine fade Machogeste präsentierte. Immer noch schwörst Du darauf, aber auf diese Tour kriegst Du mich nicht ins Bett. Hättest Du die Kabel und Seile verschont, dann hättest Du die Songs gehört: „Try a little tenderness“, „Slow Hand“. Du warst Angreifer, nicht Liebhaber. Hurrikane sind nur Wind, kaputte Wolken, ungeweihtes Wasser wirbelnd wie das Schwert des Ninja. Ich mag die Teenage Mutant Ninja Turtles, Mutantentum als sichere Verirrung, Aussterben auf sicher (Mutanten sind steril). Bei Charles ist das anders, er,

männlich usw., gebiert Tornados; verliert kleine Stücke seiner selbst,

die wie irr herumwirbeln. Derwischmutanten? Beweis, dass Charles hip und neurotisch ist? Macht er sich lustig über den Hula?

Ist er neidisch, aus Rache sich als Frau verkleidend, zieht er einen Windrock über? Könnte er statt auf Krawall auf gute Dienste wechseln? Wie wärs mit Windmühlenassistenz?

Oder gar Chef-Windmühlenassistenz?

Steril oder nicht, Charles passt weder zu mir noch zu sonst jemandem. Weder Frauen- noch Männerheld. Nicht einmal

drei Fünftel eines Mannes. Vergib mir, aber mit Dir verkehr ich nur in dritter Person, grad wie man mit der dritten Welt umgeht.

Desaster ist ganz unnatürlich. Musst keine neue Bestie suchen.

Ein Teil ist schon da, und die Verwandlung läuft.

Alles zerschunden, ausgespien; bevor Du danach fragst, solltest Du wenigstens die Suppe auslöffeln.

Hat Mutti Dich denn nichts gelehrt?

 

Ein frecher Hurensohn bist Du. Ein echter Soziopath.

Ich werde nicht die Luft anhalten und warten auf Entschuldigung, doch Deine Luft solltest Du nun schon anhalten.

Was fällt Dir ein, eine ganze Stadt zu schleifen?

Aber so läuft das halt, nicht wahr? Du bist ein Bandensturm.

Ein fetter Wirbel Attitüde. Obermacho verfressen im kaputten Appetit.

Die einzige Entschuldigung: „Ich wurd als Kind missbraucht“?

 

Charles Antwort:

Baby, Du weisst doch, dass ich als Kind missbraucht wurde.

Geschichte kann man nicht auslöschen.

Es begann, als ich in Afrika geboren wurde.

zuerst nur deprimiert, ein Kolonialeffekt.

Ich ging spazieren, dann schwimmen, suchte klarem Kopf und Perspektive, und plötzlich war ich auf Gorée Island.

Die Strömung begann dort arg zu ziehen, Jack! Ich konnt es nicht lassen. Der Einfluss kam über mich wie ein  Entzug;

Ich konnte sie fühlen, all die Gefesselten und Angeketteten um mich herum, Okay? Das verwandelte mich in einen Sturm; alles in mir zum Mahlstrom geschichtet; Augen verloren, Geist;

Gerechtigkeit als letzter Trieb. Und siehe, keine Ketten hielten mich zurück, kein Schweigen schien mir da geneigt.

Du weisst schon: In Afrika heisst niemand Charles, kommt halt von meinen Schutzpatronen, die Wettermänner haben ihn gewählt.

Hätten sie auf meinen Stamm geachtet, so wär ich wohl ein wenig sanfter. Bin keinesfalls verwirrt; ich weiss, ich bin kein Sklave, unverkäuflich, und dennoch im Besitz, und das Privileg, mich zu haben, das will was kosten.

 

Dein

C

 

 

 

Bohnenstangen-träume

Zuerst war ich drin in meinem Mann; verdrehte Sehnen, Muskeln sorgsam als Bandagen überlagert, alles versprach ganz guten Halt. In der Nacht

 

War er um mich herumgewachsen. Zuerst

verhedderte Beine, dann umschlangen sich die Arme,

und ich ganz werlos gegen Äste

 

Trotz Vermädelung in meiner Jugend.

Das war kein Traum, vielmehr die Art,

wie ich nach zwanzig Jahren neben ihm zum Schlafen

 

Komme. Mein Kopf gelegentlich auf seiner Brust,

ich teile seinen Bart, und leicht gerollte Haare

dringen spitzen Küssen gleich in meine Wangen.

 

In dieser Position begaffen wir die triste Bildparade auf dem alten Motorola; schwarz-weisse Statik, zunehmend attraktiver, ablehnend jammernd, dupliziert

 

mit Händen, die vor Massage aneinander reiben.

Sobald die Vertikale aufgelöst, nach Hause rollt

the old knickknack man coming home.

 

Bei mir jedoch nicht ganz direkt via den Mund von meinem Gatten,

die Zunge pünktlich wie ein Schweizer Kuckuck,

dem Glanz der Stunden folgend.

 

Im süsslichen Geruch verbrannten Jasmins aus

Jerusalem liegt Heiligkeit in unserm rechten Glauben,

Auch wenn die Leidenschaft des Rituals

 

nicht dringend himmlisch Gönner findet,

hier fehlt Bescheidenheit und Zier,

die letzte Hürde der Versuchung

 

hält stand, auch nach den Mauern Jerichos.

Sogar Berlins. Welch Riese wartet, wenn ich

oben angelangt? Werde ich zum Monster,

 

sobald die heilig Höh ohn‘ Göttlichkeit erreicht,

mir hilft, damit nun umzugehen, wo ich nun stehe?

Höhenluft und Meer im Norden fühlen sich so gleich und richtig an,

 

Kalte, kalte Zeloten. Welch Wüste so ein starres,

eingefrorenes Lächeln. Aber Goldene Eier gibts,

die glänzen und die brüten. Da

 

gibt es Leierschwanz und Harfe. Da gibt es Milch,

die sich nun reinigend vom Honig scheidet. Mitten

in der Nacht liegt mein Mann an meiner Brust,

wo früher mal mein Baby lag  und

 

ungeachtet dessen, hat er mich verschont vom Trauma

der Entwöhnung, vom Schrumpfen, von zu kümmerlich

 

wachsenden, guten Gefühlen, dass der Glaube,

mein Glaube, ich werde wie mein Körper unfruchtbar,

es sei denn, ich gereiche nicht zur Frau.

 

Nein, die Axt herunter

bin ich nicht geklettert.

Eine Axt gibt’s hier sowieso keine.

 

 

 

 

 

 

Der Zuckersklave

 

Vor langer Zeit fällte ein kleiner Bub einen Baum.

Niemand hörte auf den Dominikanischen oder in Haïti,

dort hatte man ihn für den Stundenlohn eines Texaners

gekauft oder sonstwo im Norden, wo es diese hübschen Kristallgläser,

die Licht einfangen, um das Frühstück aufzublähen,

gefüllt mit Zucker, vielleicht von Domino

(Freudscher für gewisse Effekte), vielleicht auch nicht,

aber wahrscheinlich schon im Stangenwald fällte der Bub.

 

 

Er ist wohl Übermensch

Lebt wohl in feuriger Legende. Deshalb

 

Maschete länger als die Beine! Er ist erst acht.

Wenn er mal achtunddreissig, sind die Beine länger, doch die Maschete wird grösser als sein Leben sein.

 

So ists ein Wunder

So bleibt es feurige Legende.

 

Von ärmster Insel hat man ihn gestohlen,

in ein vergleichbar Paradies geführt,

Dominikanisches Paradies. Welch Süsse Möglichkeit.

Er wird mit sechst Anderen ein Zimmer teilen.

Er wird so viele Zuckerstangen haben,

wie er mag, wird sie unmöglich essen.

Keine Toilette (nichts Neues);

die Notdurft wird sich in die Stange schlängeln, sie versüssen.

 

Darum verzaubert ist die Stange.

Darum ist sie ein Märchen

 

 

Der Bub glitzert im Schweiss wie der Ritter, der sich durchs Dickicht kämpft,

um sie genau im richtigen Moment vom Schönheitsschlaf zu wecken,

ohne den sie wäre wie ein Kuchen,

den man zu früh aus dem Ofen genommen,

trotz Jugend alles runterhängend wie beim alten Weib,

das keines sein will,

ein Kuchen ohne Zucker, mit Siliconersatz

Und Faltencrème, Schnitten und Ausbesserungen.

 

Drum Spieglein, Spieglein in der Höh.

Drum Spieglein, Spiegelein in Spe

 

Der Bub schlägt sich durch meilen-, jahrelange Stangen.

Wenn etwas derart schön wie der Sonne

Versprechen jeden Morgen, wenn Stangen

gleichen einem Garten voller Masten für die Freiheitsbäume.

Ende der Kolonisation, er würd versuchen, sie zu küssen,

wär der Mund ihm nicht verfault. So beisst er in die rohe Form.

 

Das Märchen beisst er entzwei.

 

Er beisst sich ins Versprechen der Hypnose, dir zu sagen,

warum kein Hass, verdrängt, verfeinert und im Einmachglas,

auf Anfrage verfügbar ist.

 

 

 

 

Verstreuter Zucker

 

Der Zucker auf dem Tisch bleibt im Gedächtnis.

Verstreut nicht durch die Hand des Vaters, der Durchzug zwischen

Gang und Küche durch drei Schichten

Kleider spürt, der hellste Raum

trotz den verschmierten Lampen.

 

 

Zucker wie geweisste Krabbelhaufen, gemalte Zähne.

Aus offenen Wunden seiner Hände rieselnd?

Von Tag zu Tag zerrieselt Vater mehr,

Blessur strömt aus wie Farbe Stoff verfärbt,

Wäsche verschmutzend, Haus verfluchend.

 

Flammen des Gasherds bilden Spiesse,

an meinen Wangen schiessen sie vorbei.

Ich rühre, Zucker löst sich auf, Kaffee verbirgt,

dass er gesüsst, ich werd ihn nicht probieren,

mein Vater hoch zu meinen Lippen,

verbrannter Toast, kaputtes Frühstück.

 

Beide gefangen vor dem Schrein mit Mutters Bild.

Langsam begreifen wir die Grenzen dieser Liebesmacht.

Derweil müssen wir Gott neu erfinden;

er ist nicht Liebe.

Er ist Verlangen.

 

Er ist, was aus ihm wurde an drei Tagen,

Von ihm war ja ein Drittel tot.

 

 

Die Party mit Wölfen auf der Gästeliste

 

Ich bin fünf Jahre alt.

Meine Eltern sagen, wenn ich meinen Ellenbogen küsse,

verwandle ich mich in einen Jungen.

(mein Bart bezeugt, dass ichs fast schaffte)

 

Ich hör sie gerne bei Nacht,

wie sie versuchen, die eigenen Ellbogen zu küssen

sich verwandeln ineinander,

sie will ihm zeigen, was ein Gatte muss,

Und er will ihr das eine oder andere

über Gattinen zeigen

 

Wenn der Mond sich aufbläht,

machen Eltern keine Liebe.

Wir leben im Dachstock, wir kommen durch.

 

Blitz erhellt die Hinrichtung der Nacht.

 

Lieber küss ich Kröten.

 

Donner stürmt herbei, und Anne ist verloren.

 

 

Sieh Anne, wie sie rennt. Lauf, Anne, lauf weg nach Burundi, wo 95 von 100 Grossen (und alle Kleinen) weder lesen noch schreiben, noch Swastikas malen können.

 

 

Ich wusste es; Ich träum davon, halt ihr die Veilchen vor die Nase. Den Geruch topft sie in Bierkrüge.

 

Ich geh ins Sommerlager im Radio Flyer Kärrchen.

Halt ihr die Veilchen vor die Nase. Küsse ihren Ellbogen.

Sie ist mein Häuschen, auch sie kann nicht schimmen.

Wir küssen Kröten im Sumpf. Die Gräber schlammig Badewannen.

Die Kröten werden Sklavenjäger und verkaufen uns.

Vom Regen, Anne, unter die Traufe. Wasser auch die nächste Runde,

selbst wenn die Eltern sich nicht lieben.

Die Stimmung ist voll aufgebläht. Guck mal,

meine gelbe Haut, verwette meinen letzten Dollar:

Dies Baby wird Mulatto, doch niemand oben, niemand unten;

die Eltern machen keine Liebe. Luaf weg, lauf weg. Renn weiter.

Kinder und Frauen zuerst. Männer ganz auf sich gestellt.

Küss weg das Blut von meinem Ellbogen, bitte.

Ich habe heimweh.

Ich schicke Briefe ohne Sender. Weiss nicht,

wo ich bin und wo der Dachstock bleibt.

Ich rieche bloss die Veilchen, ich bin wohl nahe einem

Wald. Nahe bei den Wölfen. Die haben keine Ellbogen,

ich kann sie immer wieder küssen. Nie werden sie sich wandeln.

 

Überraschung! Meine Eltern kommen raus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wunder

 

Unterwegs in Danbury, Connecticut, blickte ich über meine Schultern

und sah, wie mein Vater zurückkam, um die Heckscheibe zu putzen.

Nach hinten sah ich weiter als nach vorne, sein grosser Studebaker Traum,

doch im Wagen konnten wir die Bäckerei nicht riechen, so gingen wir zu Fuss,

vom Wohlgeruch verführt; das Wunder von Wonder Bread –

wir mussten gar keins kaufen.

 

 

 

Totenwache für die verlorenen 200 Meilen

Es war August,  zwingendes Sommerritual.

So gingen wir. Er sagte nicht wohin, zum Glück,

damals, als man Benzin noch Boron und Ethyl nannte.

Gib mir Boron.

sagt er, denkt an Neanderthaler,

zugleich den edlen Tarzan mimend

(Jane, um eine Silbe kürzer als Boron).

Nur ein halber Tank,

so dass wir immer zweimal tanken mussten,

um doppelt so viel Joes zu treffen.

 

Die Männer immer rank und schlank.

Stehn da wie schmutzig blaue Zigaretten.

An den Säulen, auf die Gallonen wartend,

rollend wie Kredite, auf ihre Namen wartend.

Ihre Namen musste ich nicht lesen von

den rotgerahmten Schildern,

ölverschmutzt Ovale;

sie hiessen immer Joe, Jack, Sam oder Mack

die ganze Strasse runter.

 

Hauptstrassen glatt planiert, glänzen wie einst Elvis;

Wir mieden sie, so dass die Reifen Kiesel spickten,

Kirche bauten.

 

Der Schlauch, der Wagen und die Pumpe

verquilrt wie eine Dame, wie Lockenwickler

für die Pudelhunde. Nicht deshalb gingst du weg.

 

Joes öffneten die Haube, frisierten den Ölstand,

Vergaser streichelnd wie ein Fetisch, ist er ja irgendwie.

Dann das runde Wischen an der Windschutzscheibe,

mit Hand und Tuch, bis das Glas dann wieder sauber,

wie neu, ohne zu gänzlich zu verschwinden;

dann kam der Glanz wie jäher Sonnenschein,

ganz ohne Fehlen. Und ständig

das Geschwätz Uhr im Blick.

Danach öfftete Joe den Automaten,

Silberschlüssel wie ein Anch,

dem Vater gab er Limonade,

trank selber eine, für mich gabs Traubensaft.

Am Abend kalte Bohnen,

Sandwich mit Tomate,

geteilt durch drei während wir dachten:

Drei Affen, drei Stooges, sogar

Dreifaltigkeit im Kasten.

 

 

 

 

Tot der süssen Welt

 

Sie kann Salz und Zucker nicht vertragen,

die süsse Welt ist weg, die saure

und die bittere verweilen.

 

Wenn sie dann stribt, will Mutter,

dass ich ihre Haare mache,

die balsamierte Wange streichle,

den Ring, den ihr der Vater kaufen wollte,

an den Finger stecke.

 

Erwarten wird sie, dass ich dann bei ihrem Grab Gedichte

schreibe, ganz so, als ob ich keinen Einfluss hätte.

 

Was wird wohl aus den Zimmern,

die sie pflegte,

die reichen Wittwen, die sie feines Leinen bügeln und

den Tisch für zwei zu decken hiessen, Kaffee dampfte,

wenn sie kam?

 

Einmal sagt ich ihr, sie solle doch was rechtes lernen.

 

Die Häuser waren sauberer als ihres;

Schmutz, Dreck und Staub zu Hause ohne Sorge,

so wie die Asche derer, die man liebt.

 

Ihr schweres Parfum dampfte in den Morgen, vermischt mit altem Nebel der Fabrik,

noch Stunden später werd ich ihn durchschreiten auf dem Weg

zur Schule.

 

Mit ihrer Taschensammlung sah sie aus wie eine Obdachlose.

Dazu die Mäntel und die Wittwenstrümpfe.

 

Sie pflegte die Bücher

in der Kirche

bis auf die Bibel, das Exemplar

zu Hause zog sie vor; Jesu Worte

darin waren rot.

 

Beim Tischgebet

Die Hände schwebend überm Essen,

als ob sie ihren

Besen liebte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Halten

 

Niemand weiss von der Perücke. Wenn sie sie abnimmt,

Spiegel meidend.

Dann Selbstmitleid der Stummelzöpfchen wegen,

die sie entflicht, voll stolz, dass sie so

rau sind wie die Hände eines Maurers. So lang ists her, so tun,

als ob es reiche alles vollends aus, danke.

Aber gefallen wills nicht recht.

Zu geschmeidig, die Perücke.

 

 

Sie flicht sie wieder, dem Brauch von Ghana, Guinea in D.C.

Heimbetrieben folgend, wo tausend Frauen Königin

des Tages, sobald sie das Lokal verlassen, die Zöpfe halten nämlich ewig.

 

 

Die Zöpfchen stopft sie unter eine enge Krone,

das Ende eines Stumpfs. Dann redet sie mit Gott,

geht auf die Knie,

als ob da Rauch wär an der Decke.

 

 

Den lieben Gott stellt sie sich weiss vor,

mit ozeanischen Augen, Muskeln wie Baumstämme,

Fäuste wie Bergketten; Böschungen,

wo Nagelhaut und Nägel aufeinandertreffen,

Täler zwischen den Zehen, und ein Bierbauch

für die herrlichen Freuden, und so hält er die Welt zusammen.

Kein Grund zum Reden, sie vertraut auf seine Warteliste.

 

 

Sie kann gut schlafen.

Die Träume wohlbehalten, ihr Griff nie locker, selbst wenn sie schläft.

 

 

 

 

Linoleum Rhumba

 

Parade: Des Tänzers viele Rollen und Kostüme:

Nelson’s Koch, Peabodys‘ Diener,

der Nachttopfwärter von der Geriatrie

 

Und die Kinder: Babuschkakind,

Kopftuchkind, Schalkind, Schleierkind,

Perückenkind, Tortillakind, Pitakind,

Maisbreikind, Maisbrei und Grütze.

 

Einige denken, sie werde die Tribüne wischen und in der Tat,

derweil sie redet, wischt sie jene mit den Brüsten:

 

Dann zog ich fort. Von Mississippi nach Toledo.

Von Toledo nach Watts.

Dacht, ich würde Licht erblicken, doch

hier kann man nicht bleiben, nicht so leben,

nur nach Instinkt, doch nicht der Instinkt,

in Toogaloo gezüchtet, mit Pearl Wasser getränkt.

 

Meine Kinder brauchen Kommandostrategien,

damit auch klar ist, wer ich bin und was ich hätte.

Meine sauren Zitronen sind wie Granaten,

sie ziehen unsern Mund zusammen und alles,

was noch rauskommt ist die Gunst des Bruders.

Karo zog ich, Kreuz, Pik und Herz,

meinem Jungen ausgeteilt, aber Gott bewahre,

dass mein alter seine verwerfe.

Ich mag ihn nicht erschossen,

so lass ich ihn nichts schiessen,

weder Luftzug noch Familienbild, noch in Körbe.

 

Lass mich mal was Nerviges erklären:

So mache ich das Bett der weissen Frau;

sie denkt, ich mache es, weil sie so reich ist,

sie denkt ich mache es für ihr Geld,

dass ich anders niemals Geld verdienen könnte, kein Talent, kein Grips,

kein Beitrag an die Allgemeinheit, bloss an ihr Prestige,

dabei mache ich ihr Bett. Doch am jüngsten Tag, da liegt man so,

wie man sich bettet, und meine Betten sind 1A, verdammt noch mal! Sie hingegen machte nie welche.

 

Schlüpf in die Katze, die sich aus dem Sack befreit

und zum Katzenhaus an der Catfish Row schleicht,

keine wahren Geschichten ohne böse schwarze Frauen,

ihr tückisches Alphabeth,

Von D zu H, von Dienerin zu Hure, in Laken eingehüllt,

mit Fischnetzstrümpfen fangen sie die braven Männer,

die so viel lieber Jünger wären, nur darum schauen sie auf Netze.

 

Was sie tut? Sie liebt den Mann, Glied für Glied,

der Besen kommt direkt aus einer Strichmännchenzeichnung,

irgendetwas zum belächeln: Nur das Fleisch ist schwach,

und davon ist bei ihm nichts übrig. Heut Abend gehen sie aus,

ein wildes Tête-à-tête, sogar mit Tanz.

 

Am Sonntag dann die Klagebank. Der Song berührt sie:

Oh loose that man and let him go. Dann weiss sie;

der Besen ist ihre Rippe, Mosesstab, Zapfhahn für die Felsenquelle,

aus ihrem tönernen Herzen, ihrem Mississippi Schlammgesicht,

mit Niagara Schicksal untertänigst bis zum Knochen schneiden,

hüpfend von Kinn bis Brust, wo alles wieder reinkommt.

 

Und sie fühlt sich nun erfrischt, frisch bespritzt von Master’s,

rötlich wie die geschnittne Blumen, erst heut Morgen

eingetroffen zur Schmückung des Altars.

Alles räumt sie aus: Blüten, Blumenzeugs, Rosen- , Tulpen-, Nelkenmist.

 

Kehrt zurück zum Podium, versetzt der Katze

einen Tritt und sagt:

Kinder, es gibt, verdammt nochmal, nichts zu bereuen heute.

 

Die Menge völlig überfordert, sie alle waren

doch gekommen, um Abbitte zu leisten.

 

 

 

Stosszeit

Er besteigt den Zug zum Zentrum.

In Lee Heights steige ich dazu.

 

Ost- und westwärts kreuzen sich.

Unauffindbar,

 

Alle haben breite Schultern,

alle unter 40, jährlich über 40‘000

 

Blicken nie auf von der Zeitung,

bis sie Quincy, Central Avenue passieren

 

Leere Backsteinhäuser, Platten-, Kiffershops

Joe D’s Tavern, wo ich ein Hinterzimmer buche.

 

Er schämt sich für was wir gemeinsam haben.

Verlass das Haus. Ganz unbefleckt.

 

 

 

 

 

Einbeiniger Koch

 

Mein Job, ne High School

Cafeteria: Die Kinder rufen

“Hopp, hopp Velma,”

wenn die Warteschlange lahmt.

Mein Bub isst draussen vor der Tüte,

Kragen hoch, glatt

auf dem Knie das Taschentuch.

Damit habe ich zu leben.

Noch habe ich was verpasst.

Doch selten in der Culvert Hall,

da weiss ich mich still hinzusetzen

sobald der Dirigent mit seinem Stab antippt;

Mein Vater winkt mit einem Band.

Daneben braucht es wenig,

die Klette beim Gerichtsgebäude

wuchs einen Achtel Zoll

seit gestern.

Die meisten Leute merktens nicht.

 

 

 

Dieser Zauberer

 

Er zieht nen kranken Hasen

aus dem alten Hut vom Studio 54.

Von Zirkus zu Zirkus, von Benefiz zu Benefiz der gleiche Hase.

Kahle Stellen weisen auf Bedarf des Kindes nach

Liebe und nach stummer, komatöser,

leicht brennbarer Puppe, obschon der Zauberer seine Nägel wie Haken

durch den weissen Handschuh zog.

 

Manchmal trägt der Zauberer den Anzug des Bestatters,

ohne dass das je jemand gemerkt.

 

Manchmal heisst er Mr. McGregor,

Hält die Hasen fern von seinem Garten,

hoffend auf Prämierung.

Die Lehre vom Garten Eden.

 

Hasen heissen manchmal Misha, Lottie,

David, ja, und Peter, jeder gezogen von

Hüten, Zügen, Piano Rezitale,

Operationen, Hochzeiten, Schule.

 

Es war unglaublich.

Es war magisch.

Jenseits normaler Parameter,

jenseits der Sinne.

Unmöglich anzuschauen,

doch wer wollt‘ es verpassen

der theoretisch mögliche Moment,

dass ein Fingertrick misslingt,

so dass man etwas lernen kann.

Flopsy, Mopsy, Cottontail: so liebe Häschen,

assen ihr Brot, die Milch, die Brombeeren

Still

Im Dunkeln

Versteckt

Und an einem Sommer gingen sie ins Lager

Wie die Kinder.

 

 

 

 

Der Kampf des Augenlids

 

Vom Randstein fliegen Tauben nun die Kruste ein,

steifer Kontext, Inneres des Roggen.

Wären Nachrichten Geschichte, könnten wir

das Blatt noch immer lesen. Geschichte sagt,

woran Erinnerung sich lohnt.

Nicht Mutters kleiner Lebenslauf.

Um sie zu trauern wäre bloss Verschwendung, sie hat

weder einen Krieg begonnen noch einen beendet.

Sie tätschelt Puder, um zwei Töne heller als ihr Gesicht,

eine kleine fromme Lüge löst sich nun vom Kissen.

Die Lügen würden nicht verborgen bleiben. Fromme Lügen sind Geschichte,

fromme Lügen sind Politik, leere

 

Versprechen an die Indianer.

 

Wir müssen wissen, was passierte mit der Flasche,

die als Lampenboden diente, die verschwand, als ich sie löschte.

Ich konnte den Schalter im Dunkeln nicht finden;

Fühlte mich wie eine blinde Frau, die Tomaten aussuch

t und dabei realisiert, dass fehlend

Augenlicht die Vorurteile beibehält.

Fehlend Vorurteil ist fromme Lüge.

Mutter trug sie selbst im Bett; wenn Vater sie küsste, dann küsste er sich selbst.

Die Flasche war gefüllt mit Wasser,

doch tagsüber waren wir nicht durstig.

Wir brauchten mehr Licht als Wasser.

In der Nacht hingegen, da trockneten die Träume uns aus,

Salzgebäckwolken zerbröckelten zur Kommunion,

die unsere Zungen zerschnitt;

war echtes Blut, nicht symbolischer Wein;

das war Erlösung, die Narbe hielt uns fern vom Lügen.

 

Auf meine Bitte nannte er mich nicht mehr Häschen.

Und dann gabs kübelweise warmen Krautsalat.

Der schwappt wie Lava aus der Küche.

Alles zugedeckt, alles ohne viel Geschmack.

Gaumen frei von Vorurteilen,

Verbrannten Mundes frassen wir die Hölle,

nur um jene zu vermeiden.

Das Turteln über unseren Köpfen

Erinnert uns an Unschuldslämmer, mangelhafte Opfer.

Ihr Flattern war der Kampf der Augenlider mit den Tränen.

Wenn Tauben uns das Leben lehren,

dann lernen wir aus erster Hand,

woher denn die Verkrustung kommt.

Ein toter Hase ist nicht immer Zeichen

für ein neues Leben, manchmal nur,

dass etwas futsch ist, nie mehr wiederkehrt,

was Du getötet hast.

 

 

 

Sie frisierte mich draussen im Wäschezelt

 

Links rechts, rechts links, Mama züchtet Zöpfe,

Haarkur mischt sich in die Finger, wässert meine Cornrows.

Sie singt: Don’t let this harvest pass you by.

Ich habe Müh, ein Kind zu bleiben, aber ich hör sie.

Ich sitze zwischen ihren Knien, betrachte mich,

und  Papas Hosen kriechen durch den Wringer,

jüdisch Fladenbrot. Die Jüdin ist unten.

Logik postulierte unser Leben, Konvergenz.

Ihre Lieder sengen mich an, mein Haar dampft

und der Kamm wird heisser.

 

Papa heisst Abednego.

Er arbeitet mit Gummi.

Wasserdicht wie seine Pneus ist er geworden.

Taufe tropfte an ihm ab. Er und seine Jüdin sind im selben Boot;

wie schade, nächstes Mal ists Feuer.

Ich bin im Masttop und in seinem Portemonnaie,

auf dem polierten Klavier der Jüdin. Eingerahmt.

Die Reise durch den Wringer setzt mich nun auf Feinpapier.

Pflegepapier, Judenhautpapier auf das Du Liebe, Küsse schreibst.

Dann schickst Du’s durch den Wringer ohne loszulassen.

Sonderlieferung.

Mamas Finger durchschiessen meine Zöpfe. Vertäut.

Das selbe Boot. Haarkurfluss.

Zu den Wurzeln driftend. Kurlig. Kraus. Reliefiert.

Mama ist blind und findet ihren Weg zu mir,

am Boot rüttelnd, autistisch wiegend in bewahrender Manier.

 

 

 

 

 

Sie ist Florida, Missouri, aber geboren in Valhermosa, und lebt nun in  Ohio.

 

Meine Mutter ist bekannt für Orte, ungleich Sandusky mit dem wilden Haar,

wie Mond von schwarzblau Wolke angepriesen.

Nicht Lorain im Stile eines Lebens, das dem Laienleben viel zu lieb.

Ashtabula kommt der Sache näher, südstaatlich,

evangelisch akzentuiert, Füsse breit wie Süsskartoffeln.

 

Sie ist Florida Missouri, eine Eisenbahn,

solide Güterwagen ohne Eigenleben, beladen und

entladen mit Zeugs, das niemand tragen kann.

 

Wer andrer Leute Höschen, Büstenhalter wäscht,

kann unmöglich Ravenna heissen, zieht in den Krieg,

beim vornehmen Empfang reicht das Spülwasser bis zum Ellbogen,

schuften angesagt mit Händen, die gefaltet und verworfen im Gebet.

 

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